Beratung und Coaching für Mensch und Hund
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Nasenarbeit

Wichtig beim Üben mit dem Hund

  • Den Hund niemals überfordern, nicht zu viel auf einmal erwarten. Maximal zehn Minuten am Stück üben und früher aufhören, wenn die Konzentration des Hundes nachlässt.
  • Niemals schimpfen oder gar bestrafen, wenn der Hund nicht begreift, was man von ihm erwartet!!!
  • Mit Lob nicht geizen, und bis die Übung richtig sitzt, Leckerlis für jeden noch so kleinen Erfolg spendieren.
  • Schwierigkeitsgrad und Erwartungshaltung an den Hund und seinen Charakter anpassen.

Hunde, die gern lernen, kann und sollte man immer wieder neu fordern. Wenn man merkt, dass der Hund keinen Spaß an der Übung hat, eine Alternative suchen.

Vor dem Indoor Training

Zu Beginn des Indoor-Trainings sind einige Dinge zu beachten. Zunächst ist sicherzugehen, dass sich der Hund beim Spiel in der Wohnung nicht verletzen kann. Außerdem sollte nichts kaputtgehen können. Verschiedene Spielzeuge und Kongs eignen sich dazu mit Futter befüllt zu werden. Dabei ist unbedingt darauf zu achten, dass das Spielzeug groß genug ist, um nicht verschluckt zu werden. Es sollte so robust sein, um auch stärkerem Kauen standzuhalten. Zudem sollte die optimale Energieversorgung des Hundes nicht vernachlässigt werden. Das Futter und die Leckerlis, die beim Indoor-Training verwendet werden, sollten von der Tagesration des Futters abgezogen werden, um Übergewicht vorzubeugen. Wurden diese Vorsichtsmaßnahmen getroffen, kann das Training zu Hause losgehen. Immer frisches Wasser bereitstellen, Spielen macht durstig.

Gemeinsames Spiel stärkt die Bindung zwischen Mensch und Hund

Das Wichtigste ist, dass Mensch und Hund Spaß an diesen Aktivitäten haben und man bedenkt, dass diese Formen der geistigen Auslastung sehr anstrengend für die Hunde sind. Deshalb sollten die Übungen in kleinen Schritten und zu Beginn in kurzen Trainingseinheiten durchgeführt werden. Werden diese Hinweise beachtet, steht einem erfolgreichen Indoor-Training nichts im Weg. Dieses lastet den Hund aus und bringt Abwechslung in den Alltag von Mensch und Hund.   

Heute geht es um Nasenarbeit

Die Nasenarbeit oder Nasenspiele sind für unsere Vierbeiner etwas ganz Tolles, fordern sie, machen müde und zufrieden – und sind vor allem immer wieder ein richtiges Abenteuer. Was sich Frauchen und Herrchen dafür so alles einfallen lassen können, dazu gibt es heute einige Tipps.

Die Freude an Nasenarbeit ist den meisten Fellnasen angeboren. Und was die Nase eines Hundes so alles leisten kann, ist einfach unglaublich! Denn ein geübter Vierbeiner kann zum Beispiel zwei bestimmte Sandkörner auf einem 500 Meter langen, 50 Meter breiten und 50 Zentimeter tiefen Sandstrand finden (Ann Lill Kvam)

Ein Naturtalent in Sachen Riechen ist aber jeder Hund. Umso mehr Spaß macht es ihm, wenn Frauchen oder Herrchen ihm immer wieder die Möglichkeit geben, sich nasenmäßig so richtig austoben zu können. Nasenarbeit ist für mich die sinnvollste, artgerechteste aber auch die natürlichste Beschäftigung für den Hund. Geistige Auslastung (nicht nur körperliche!) ist für ihn ganz besonders wichtig, macht sehr müde und dreht vor allem nicht hoch.

Wie oft sollte ich mit meinem Hund Nasenspiele oder Nasenarbeit machen und wie lange jeweils? Ab wann wird es für meinen Hund zu anstrengend?

Das kommt unter anderem auch auf die Erfahrung des Hundes an, also wie geübt er schon ist. Auf jeden Fall sollte es nicht zu lange sein – manchmal reichen schon ein paar Minuten. Dafür kann man aber ruhig öfter am Tag spielen, mit ruhigen Pausen dazwischen.

Welche Nasenspiele kann ich einfach mit meinem Hund zuhause machen?

Wir haben alle viele Dinge im Haushalt die wir für Nasenspiel verwenden können.

Da gibt es Klopapierrollen die man an beiden Seiten eindrücken kann damit das Leckerchen das man darin versteckt hat nicht heraus fällt. Diese darf der Hund dann zerstören. Auch Küchenrollen können verwendet werden.

Jeder von uns hat irgendwo Schuhschachteln oder andere Kartons zu Hause die sehr schnell zur Überraschungsbox umgewidmet werden können. Dazu kann man einfach zerknülltes Papier hineingeben und Leckerlis hinein streuen. Auch die Klorollen können in diese Schachteln mit eingepackt werden.  

Wenn man keinen Schnüffelteppich zur Hand hat ein großes Handtuch oder eine Decke zusammen knuddeln und in die Falten Leckerlies streuen.

Hat man einen Garten sind sicher irgendwo in der Gartenhütte alte Blumentöpfe die schnell zu einem Suchspiel hergenommen werden 3 bis 4 Töpfchen mit der Öffnung nach unten aufstellen und unter einem ein Futterstück verstecken.

Auch die kleinen Paletten in denen man mehrere Blumentöpfe transportieren kann, sind ideal für Suchspiele. In die Vertiefung dieser Palette kann man Leckerlis verstecken und mit verschiedenen Dingen (Tücher, Papier, Ball, Plastiksackerl) zudecken so muss der Hund noch intensiver seine Nase einsetzen.

Bitte immer darauf achten, dass die Hunde die Utensilien nicht fressen, sondern nur ihre „Beute“.

Jedes Versteckspiel fordert unsere Hunde auf artgerechte Weise und macht auch Kindern Spaß. Wichtig ist nur, wenn Hunde und Kinder zusammen spielen, dass immer ein Erwachsener das Spiel begleiten sollte. Sowohl Kinder als auch die Hunde brauchen Pausen und diese sollten für Beide, die Erwachsenen  einläuten.

Lasst eurer Phantasie bei Nasenspielen freien Lauf und probiert mit allen möglichen Material Neues aus doch bitte immer auf die Sicherheit der Beteiligten achten.

Ich wünsche euch noch viel Spaß beim Ausprobieren und vielleicht schickt ihr mir ein paar Bilder oder einen Kommentar wie es euch und euren Hund gefallen hat.  

Pfote auf Hand Doris von Mit Hund glücklich