Beratung und Coaching für Mensch und Hund
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Hund und Corona

HUNDE SIND KEINE ÜBERTRÄGER DES SARS-COV-2

Laut WHO gibt es bislang keinen Beweis dafür, dass sich Hunde infizieren können und somit auch nicht in der Lage sind Menschen anzustecken.

Allerdings können die Vieren auch außerhalb des menschlichen Körpers eine gewisse Zeit überleben. Das bedeutet, dass sie ggf.am Halsband auf der Leine oder im Fell des Tieres hängen bleiben könnten und von da aus an andere Menschen weitergegeben werden. Dies zu wissen ist wichtig, denn genau aus diesem Grund lasse ich im Moment niemanden fremden meine Hunde angreifen. Auch das Spielen mit fremden Hunden sollte zurzeit unterbunden werde.

Sollte jemand in häuslicher Quarantäne stehen und einen fremden Menschen seinen Hund für Gassigänge überlassen, sind besondere Hygieneregeln zu beachten. Bei der Übergabe den Hund an der eigenen Leine (besser ohne) zum Helfer gehen lassen, der Helfer sollte eine eigene Leine mitbringen und wenn vorhanden Handschuhe (Latex) anhaben. Wenn man ein Desinfektionsmittel zur Hand hat nach dem Leinentausch die Hände reinigen. Der Helfer sollte den Hund, wenn möglich nicht streicheln. Die gleiche Prozedur beim Zurückkommen, zum Besitzer. WICHTIG WICHTIG!!!! immer die Hände waschen und zwar mit Seife und genügend lange.

ACHTUNG!!!! Hundehalter von Listenhunden haben im Falle einer Quarantäne besondere Sorgfaltspflicht, denn jene Leute die ihre Hunde ausführen wollen, MÜSSEN auch über den Hundeführschein verfügen. Viele Tierschutzqualifizierte Hundetrainer bieten zurzeit einen Gassiservice an und dürfen auf Grund ihrer Qualifikation auch Listenhunde führen.

Informationen darüber bieten die Plattform der VÖHT oder auch das Wiener Tierschutzhaus. So wie verschiedene Hundegruppen in Facebook.

Wir Hundehalter machen uns auf Grund der Corona Krise viele Gedanken wie man den geliebten Vierbeiner im Falle einer Erkrankung oder völligen Ausgangssperre versorgen kann.

Dies hat nichts mit Panikmache zu tun, vielmehr ist es vernünftig einen Plan für den Fall der Fälle zu haben.

Es gelten für Hundehalter natürlich die gleichen Regeln des verantwortungsvollen Umgangs miteinander während dieser Krise wie für alle Menschen, jedoch sollte dies eigentlich immer gelten.

Ein Großteil der Bevölkerung wird wahrscheinlich nicht an diesem Virus ernsthaft erkranken, jedoch ist es kein Grund diese Gefahr nicht ernst zu nehmen oder gar herunter zu spielen.

Jeder einzelne trägt die Verantwortung an den Maßnahmen der Regierung die zur Eindämmung des Virus beizutragen und somit die Verbreitung zu verlangsamen.

Chronisch Kranke, insbesondere immunschwache oder ältere Menschen gehören zur Risikogruppe und für diese besteht im Falle einer Ansteckung Lebensgefahr.

Denkt an eure Mitmenschen! Haltet euch an die Empfehlungen der Behörden die wurden zu unserer alle Sicherheit erstellt und MEIDET auch als Hundehalter MENSCHENANSAMMLUNGEN.

Ihr könnt natürlich weiterhin mit eurem Hund Gassi gehen, jedoch ist es ratsam

Hundezonen und Hundewiesen zu meiden, da sich an diesen Orten immer mehrere Hunde mit ihrem Besitzen aufhalten. Wir Hundemenschen sind nun mal kommunikative Leute und vergessen leicht darauf den gewissen Abstand zu wahren. Der Virologe Christian Dorsten äußert sich in seinem Podcast dazu:

„Es ist nicht so, dass man sich beim Spazieren gehen, wenn man sich begegnet, infiziert.“  „Mit genügend Abstand (mind. 2m) zu seinem Mitmenschen scheint im Moment keine Gefahr zu bestehen.

Niemand kann voraussehen, was in den nächsten Tagen und Wochen auf uns zukommen wird. Wir wollen keines Falls Zustände, wie sie sich uns in Italien oder Spanien zeigen. Daher ist jeder einzelne in meinen Augen verpflichtet alles dafür Nötige zu tun.

Die Hygieneregeln werden jeden Tag in den Medien erläutert und sollten zur Routine jedes einzelnen werden.

Panik ist der schlechteste Zustand um klar Denken zu können, deshalb nochmals der Aufruf, seid gelassen und vorausschauend und trefft alle Vorkehrungen für den Fall einer Quarantäne.

Hier ein paar Tipps

 Hundefutter

Ich kenne keinen Hundehalter der nicht auf Vorrat Futter zu Hause hat. Dosen- oder Trockenfutter lassen sich gut lagern, jedoch ist auf das Ablaufdatum zu achten. Bei Trockenfutter sollte die Lagerung trocken und nicht zu warm sein.

Natürlich kann man sich als Barfer auch passendes Dosenfuttet oder Fertigbarf als Notreserve einlagern.

Zurzeit sind immer noch Geschäfte die Futtermittel verkaufen geöffnet und somit gibt es keinen Grund zu Hamsterkäufen.

Solltet ihr euer Futter online bestellen achtet auf die derzeitigen Lieferzeiten die auf Grund der Grenzsperrungen verlängert sein könnten.

Für Hunde mit Unverträglichkeiten (z.B. Futtermittelallergien) oder Erkrankungen ist eine Einlagerung für ca. ein Monat ratsam, da für diese Hunde eine Futterumstellung dramatisch wäre. Für alle anderen Tiere gilt: zur Not tut es auch ein gutes Fertigfutter. In so einer Krise gilt es nicht wählerisch zu sein und unsere Hunde verkraften es gut für einige Zeit. Für die BARFER gibt es auch gute Fertigfuttermittel die mit allen Nährstoffen ausgestattet sind.

Ich persönlich empfehle Anivitax oder Petfit. Sollten einige Komponenten für die Barfrationen, nicht erhältlich sein, können Hunde eine kurze Zeit eine einseitige Fütterung gut verkraften und zeigen auch nicht gleich eine Unterversorgung bzw. Mangelerscheinung. Jedoch sollte dies nicht länger als 2 Wochen sein.

Medikamente

So wie es für uns Menschen wichtig ist die notwendigen Medikamente vorrätig zu haben, so ist dies auch für unsere Vierbeiner wichtig.

Es gibt keinen Grund für ein gesundes Tier irgendwelche Medikamente oder Nahrungsergänzungsmittel einzulagern. Ein Hund braucht auch keine Schutzmaske oder Desinfektionsmittel, diese bitte dem medizinischen Personal, welches darauf angewiesen ist zu überlassen.

Ich muss zum Tierarzt

Bitte rufen sie IMMER vor einem Besuch des Tierarztes in der Ordination an und vereinbaren sie einen Termin.

Die Tierärzte versuchen ihre Wartezimmer frei von Patienten zu halten und Termingerecht aufzurufen. Sollten jedoch noch Menschen mit seinem Tier im Wartebereich sein so wartet man bis diese den Raum verlassen haben. Man kann auch mit dem Arzt vereinbaren das man sich telefonisch meldet, wenn man vor der Praxis steht.

Es sollten nur Notfälle beim Tierarzt vorstellig werden. Geplante Operationen die nicht lebenswichtig sind oder Impftermin können und sollten verschoben werden. Um auch da die Ansteckung des medizinischen Personals zu unterbinden sollten wie immer die Hygieneregeln eingehalten werden.

Ist man selber krank oder fühlt man sich nicht gut sollte man eine andere Person bitten, mit den Hund zum Tierarzt zu fahren und natürlich wieder alle Übergaberegeln einhalten.

Die Kontaktperson sollte über alle wichtigen Dinge, wie Vorerkrankung, Medikation und Verhalten des Hundes aufgeklärt werden. Bitte nicht vergessen einen Maulkorb mit zu geben da das Tier in der Ausnahmesituation beim Tierarzt eventuell anders reagiert als wenn der Besitzer dabei ist.

Solltet ihr niemanden finden der euch helfen kann gibt es bei uns das Team Österreich von Ö3.

Spaziergänge

Die meisten Hunde sind darauf angewiesen, regelmäßig das Haus zu verlassen um sich zu lösen. Dies wird von Welpen an trainiert und ist fest im Verhalten verankert, deshalb ist eine Katzentoilette meist keine Alternative. Es ist auch nicht so einfach innerhalb von wenigen Stunden im Falle einer Quarantäne dem Hund das beizubringen, für große Hunde undenkbar. Es ist wichtig für so einen Fall vorgesorgt zu haben und auch Personen an der Hand zu haben, die dann mit dem Hund versorgen. Auch bei Krankenhausaufenthalt muss der Hund gut untergebracht werden. Hundepensionen wurden von der Sperre ausgenommen, um Hundehaltern die zur Arbeit müssen und oder erkrankten Personen die Last der Betreuung abzunehmen. Nutzen sie bitte diese Möglichkeiten der professionellen Hundebetreuung, wenn sie keine anderen Möglichkeiten haben.

Wichtig ist das man vorab alles regelt.

Damit dir und deinem Hund nicht die Decke auf den Kopf fällt

Beschäftigung ist für uns alle wichtig damit uns bei der Ausgangsbeschränkung nicht der Lagerkoller holt.

Eure Tiere können gut einige Zeit mit kurzen Gassigängen zurechtkommen, aber Langeweile macht auch sie verrückt und es könnte sein das sie Verhaltensweisen entwickeln die wir nicht haben wollen. Kopfarbeit ist die ideale Beschäftigung für Hunde und es macht großen Spaß mit dem Hund neue Spiele auszuprobieren. Auch das Erlernen von Tricks macht Mensch und Hund Spaß.

Wir von MIT HUND GLÜCKLICH stellen ab 24.3. jeden Tag eine Beschäftigungsidee auf unserer Homepage vor die man leicht mit jedem Hund machen kann.

Zum Abschluss ein Appell: Achtet aufeinander, helft in der Nachbarschaft nicht nur Hundehaltern. Sprecht mit den Menschen die alleine sind so wie es früher die Menschen gemacht haben, das Fensterbankerlgespäch hat Hochsaison und hilft Menschen die alleine sind. Tauscht Informationen und Tipps aus jetzt ist die Zeit gekommen mental etwas zusammen zu rücken und zu entschleunigen.

Ich wünsche euch allen kommt gut durch die veränderten Lebensbedingungen

In diesen Sinne CARPE DIEM